Erlebnistage in Resse

Am 1. und 2. Oktober haben der Aktionskreis Hannoversche Moorgeest und das Moorinformationszentrum Wedemark-Resse eine Reihe von Veranstaltungen angeboten. Im Zentrum standen die vier in Naturschutzgroßprojekten zusammengefassten Hochmoore Bissendorfer Moor, Helstorfer Moor, Otternhagener Moor und das Schwarze Moor.

Einsatz des Bergwaldprojektes

Vom 03. bis 07. Oktober 2016 waren 24 Freiwillige in drei Mooren der Diepholzer Moorniederung aktiv für den Moor-, Klima- und Artenschutz – praktisch und sinnvoll arbeiten im Urlaub. Das Bergwaldprojekt e.V., Würzburg, hatte die einwöchige Aktion in Kooperation mit dem Moorwelten EFMK und dem BUND Diepholzer Moorniederung in Wagenfeld organisiert. Auf 15 ha wertvollen Moorheide- und Hochmoorregenerations-flächen im Oppenweher Moor, Rehdener Geestmoor und Neustädter Moor entfernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Astscheren und Handsägen vieltausendfach Jungbirken und –kiefern. Auf Schwingrasen mussten teilweise Schneeschuhe angelegt werden, um nicht zu versinken und Jungbirken dennoch zu erreichen. So konnte die Offenlandschaft zugunsten hochmoortypischer Pflanzen- und -tierarten erhalten bzw. wiederhergestellt werden. Der Kreis Minden-Lübbecke, die ULDERUP STIFTUNG und der Landkreis Diepholz waren sehr dankbar für das praktische Moorschutzengagement der Gruppe und förderten es in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Auch 2017 ist eine ähnliche Aktion in der Diepholzer Moorniederung geplant.

Freiwillige vom Bergwaldprojekt e.V. im Oppenweher Moor, Kreis Minden Lübbecke, auf Hochmoor-Schwingrasen beim Entfernen von Jungbirken. Foto F. Niemeyer, BUND

WümmeRaum Crew in Augustendorf und Fischerhude

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Moor-Ausstellung in Buthmanns Hof fuhr am 1. Oktober eine Gruppe rund um die WümmeRaum Crew Fischerhude zum Moorlehrpfad nach Augustendorf in Gnarrenburg. Die interessierten Bürgerinnen und Bürger besuchten in Augustendorf den historischen Moorhof und den benachbarten Moorerlebnispfad.

Im Wümmeraum des Buthmanns Hofs ist noch bis zum 21. Mai 2017 die Moor-Ausstellung der WümmeRaum Crew zu besichtigen. Sie soll einen Eindruck von der Einzigartigkeit der Moorlandschaft wiedergeben und Wissen über die Moore vermitteln. Dabei stehen neben der Entstehung von Hochmooren, deren Funktion und die Rolle die die Moore im Leben der Menschen in Fischerhude und umzu hatten im Mittelpunkt.

Buthmanns Hof, Im Krummen Ort 2, 28870 Ottersberg-Fischerhude
Öffnungszeiten (Winter):
Di-Sa 14:00 – 17:00 Uhr
So 11:00 – 17:00 Uhr

Fotos: Elke Keppler-Rosenau

Moorherbst in Oldenburg

Die BUND Kreisgruppe Stadt Oldenburg hat im Rahmen des Moorherbstes das MooNi-Ausstellungsmodul in Ihren Räumlichkeiten präsentiert und zwei Vorträge zum Thema torffreies Gärtnern angeboten.

Einen Eindruck der Oldenburger Erlebnisse vermittelt der verlinkte Blog.

Forschertag im Moor

Einen erlebnisreichen Tag im Moor verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Forscherklasse der IGS Gifhorn mit Unterstützung des NABU Gifhorns. Unter anderem entkusselten die 27 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrerinnen und den Mitarbeitern des NABUs eine Fläche im Moor, sie säten Wollgrassamen und genossen bei sommerlichen Temperaturen eine Fahrt mit der Moorbahn.

Von Seiten des NABUs begleiteten Rene Hertwig, sein Kollege Andre Deter und vier Praktikanten den „Forschertag“ im Moor. Sie freuten sich über die tatkräftige Hilfe durch die Gifhorner Schulklasse, denn neben Vergnügen stand auch körperliche Arbeit auf dem Stundenplan. Diese bestand in der Entkusselung einer Moorfläche. Damit ist das Entfernen von jungem Gehölz gemeint. Im Falle des Großen Moores in Sassenburg, in dem die Gifhorner Forscherklasse entkusselte, entfernten sie junge Birken. Denn die Birken ziehen zu viel Wasser aus dem Boden und verdunsten es über ihre Oberfläche. Moore brauchen aber auch Wasser um zu überleben.

Der Forschertag fand im Rahmen der Aktionswoche „Moorherbst in Niedersachsen“ am 27. September statt. Fotos: Jörgen Birkhan

Pressetext des NABU Gifhorn

Exkursion ins Ahrensfelder Moor

Auf Einladung der Biologischen Station Osterholz (BioS) und des Landkreises Osterholz fanden sich am 23. September etwa 30 BürgerInnen am Ahrensfelder Moor zusammen, um mehr über die durchgeführten Wiedervernässungsmaßnahmen zu erfahren. Im Rahmen einer zweistündigen Tour erläuterten Ilse Grundmann vom Landkreis sowie Hans-Gerhard Kulp und Jonas Linke von der BioS die Ziele und Umsetzung der Maßnahme.

Zur Wiedervernässung der brachliegenden Moorflächen wurden Dämme aufgeschüttet und einige Gräben verschlossen. Dadurch bleibt das Regenwasser innerhalb der Vernässungsfläche. In der Folge sollen sich moortypische Arten wie Torfmoose, Wollgras oder Sonnentau wieder vermehrt ansiedeln.

Auf den Bildern sehen Sie Impressionen von der Exkursion ins Ahrensfelder Moor. Von oben links nach unten rechts sehen Sie Torfmoos und vertrocknetes Torfmoos, einen Hinweis auf die Förderer EU und Niedersachsen, eine Erläuterung der Maßnahme durch Frau Grundmann und Herrn Kulp, mehrere Bilder der aufgeschütteten Dämme sowie Herrn Kulp, der die Wasserhaltefähigkeit von Torfmoos erläutert. Das unterste Bild zeigt einen naturnahen Moorbereich.

Fotos: Jörgen Birkhan