Landwirtschaft

Höhenverluste im Osterfeiner Moor: ca. 1,70 m seit 1900 (Foto: Brux )

Höhenverluste im Osterfeiner Moor: ca. 1,70 m seit 1900 (Foto: Brux )

Maisanbau auf Moorboden schädigt Boden und Klima, die Ernte ist wegen der Nässe nicht möglich

Maisanbau auf Moorboden schädigt Boden und Klima, die Ernte ist wegen der Nässe nicht möglich

Landwirtschaft auf Moor setzt Entwässerung voraus.

Damit beginnt der Prozess der Torfzersetzung. Je nach Bewirtschaftungsintensität gehen bis zu 4 cm der Torfsubstanz pro Jahr verloren und werden zu klimaschädlichem CO2 umgewandelt.

Düngung und Kalkung beschleunigen den Torfverzehr. Je tiefer die Dränage, desto höher sind die CO2-Emissionen. Allerdings erhöhen sich die CO2-Emissionen bei Dränagetiefen unter 60-80 cm nicht mehr wesentlich.

Die Nutzung von Moor als Acker und Intensivgrünland belastet das Klima am meisten. Eine Extensivierung kann Emissionen einsparen.

Aber erst, wenn die Wasserstände angehoben werden, kann ein deutlicher Klimaschutzeffekt erzielt werden.

Die Landwirtschaft auf Moorböden verursacht ca. 84 % der Treibhausgasemissionen aus den Mooren. Sie ist damit quantitativ viel bedeutsamer als der Torfabbau, der nur für ca. 7 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.

Die Landwirtschaft ist nach dem Energiesektor der zweitwichtigste Verursacher von Treibhausgasemissionen.

Die Emissionen aus den Moorböden und dem Grünlandumbruch nehmen 4 % am nationalen Treibhausinventar ein.

Quelle Grafik (s.u.): Höper, Moorschutz und Klimaschutz