Moor-Infos

Bissendorfer Moor

Bissendorfer Moor in der Hannoverschen Moorgeest

Naturnahe Moore gehören in unserer Landschaft zu den letzten natürlichen Lebensräumen. Seit der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren haben sich an nassen Bodenstellen diese besonderen Habitate mit einer hochspezialisierten Flora und Fauna entwickelt. Je nach Geländeeigenschaften entwickelten sich nährstoffreiche, dicht bewachsene Niedermoore oder karge, moosbewachsene, baumfreie Hochmoore. Im 17. Jahrhundert begannen die Menschen, Moore zu entwässern und als Kulturraum zu nutzen. Heute weiß man um die unersetzlichen Funktionen, die nur intakte Moore für Natur und Mensch erfüllen.

Seitdem hat sich das Erscheinungsbild der niedersächsischen Moore drastisch verändert. Nicht zum Guten der Natur – denn unsere Moorböden sind heute bis auf wenige Reste stark beeinträchtigt, wenn nicht schon unwiederbringlich zerstört. Dabei erfüllen Moore komplexe Aufgaben in unserem Ökosystem und gewinnen durch ihre natürliche hohe CO2-Speicherfähigkeit eine herausragende Bedeutung in Sachen Klimaschutz.

Kleine Moosjungfer

Die Kleine Moosjungfer ist häufig in Hochmoor- oder Wiedervernässungsbereichen zu beobachten

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Wissenswertes über diesen einzigartigen und faszinierenden Lebensraum, seine Bedeutung für unsere Umwelt sowie Gefahren und Chancen für dieses Ökosystem.