Moorherbst in Niedersachsen

Moor-Akteure laden zu einer Aktionswoche vom 23.9. bis 2.10. ein

Presseinformation

Moore sind nützliche und spannende Lebensräume – nicht zuletzt leisten sie einen wertvollen Beitrag gegen den Klimawandel. Dies wollen eine Reihe von Moor-Akteure, unter ihnen Umwelt- und Naturverbände, den Menschen in Niedersachsen mit der Aktionswoche Moorherbst zeigen. Weitere Akteure sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Aktionen am Moorherbst zu beteiligen.

In der Zeit vom 23. September bis zum 2. Oktober geben Moor-Akteure mit einer Reihe an Veranstaltungen den Menschen in Niedersachsen Gelegenheit, diesen einzigartigen Lebensraum näher kennen zu lernen. Mit dabei sind bislang Moorinformationszentren, der BUND Bremen und Niedersachen, der NABU Niedersachsen, der Niedersächsische Heimatbund (NHB), eine Reihe an Bildungseinrichtungen wie die Biologische Station Osterholz und Akteure wie der Internationale Naturpark Bourtanger Moor. Angeboten werden Exkursionen, Fachvorträge, praktischer Naturschutz, Moorbahnfahrten und vieles mehr. Eine Liste mit allen Akteuren und Aktivitäten ist auf der Internetseite www.moorherbst.de zu finden.

Niedersachsen ist ein Moorland. Etwa 38 % der deutschen Moorflächen befinden sich in Niedersachsen. Davon profitieren neben den vielen moortypischen Pflanzen und Tiere auch wir Menschen. Denn Moore sind Kohlenstoffspeicher, wirken regulierend auf den Wasserhaushalt und das regionale Klima, dienen als Filter von Nährstoffen und bieten uns Menschen einen Erlebnis- und Erholungsraum. Dieser Nutzen wird eingeschränkt, wenn Moore beispielsweise für die landwirtschaftliche Nutzung trocken gelegt werden.

Wachsende Moore leisten einen Beitrag gegen den Klimawandel. Sie binden das Treibhausgas CO2 im Torf. Weltweit ist in den Mooren doppelt so viel Kohlenstoff gebunden wie in den Wäldern. Aber auch das regionale Klima wird durch Moore beeinflusst. Aufgrund der großen Wassermenge in den Mooren haben sie eine kühlende Wirkung.

Moore speichern nicht nur Kohlenstoff, sondern nehmen auch Nähr- und Schadstoffe auf wie beispielsweise wie Nitrat oder Phosphat und reinigen damit das lebenswichtige Grundwasser… Auch können Moore viel Wasser speichern und leisten damit auch einen Beitrag für den Hochwasserschutz.
Und Moore sind mit ihrer prägenden Landschaft und ihrer Weite ein interessanter Erlebnis- und Erholungsraum für uns Menschen. Sei es, dass wir mit einem Torfkahn einen beschaulichen Fluss befahren, sei es, dass wir rastende Kraniche beobachten.

Diese Pressemitteilung ist zugleich auch ein Aufruf an andere Aktive, sich mit eigenen Aktionen am Moorherbst zu beteiligen. Gerne nehmen die Koordinatoren der Biologischen Station weitere Angebote mit in die Veranstaltungsliste auf. Der Moorherbst geht zurück auf das Projekt „Moorschutz in Niedersachsen (MooNi)“ der Biologischen Station Osterholz.

Liste der bisher beteiligten Moor-Akteure:

  • Biologische Station Osterholz
  • BUND Niedersachsen / Bremen (und lokale Gruppen)
  • Internationaler Naturpark Bourtanger Moor – Bargerveen
  • MoorinformationsZentrum Ahlenmoor
  • Moorinformationszentrum Wedemark – Resse
  • Moorwelten / EFMK (Wagenfeld)
  • Museumshof Winsen (Aller)
  • NABU Niedersachsen (und lokale Gruppen)
  • Niedersächsischer Heimatbund (NHB)
  • WümmeRaum Crew (Fischerhude)
  • Ansprechpartner:
    Jörgen Birkhan, Biologische Station Osterholz e.V., Lindenstr. 40, 27711 OHZ
    Tel.: 04791 / 96 56 99 – 0
    E:Mail: aktion-moorschutz@biologische-station-osterholz.de
    Projekt MooNi: www.moo-ni.de
    Moorherbst: www.moorherbst.de

    Osterholz-Scharmbeck, 26.08.2016

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