Vortrag im MOORiZ Resse

Am 22. Juni um 19.00 Uhr referiert Greta Gaudig von der Universität Greifswald zum Thema „Moorschutz durch Moornutzung“ im MOORiZ Resse. Eintritt € 5,00, Karten nur an der Abendkasse. Moorinformationszentrum Wedemark Resse, Altes Dorf 1b.

Moore nehmen nur 3% der Landfläche der Welt ein, enthalten aber in ihren Torfen – mit 500 Gigatonnen – zweimal mehr Kohlenstoff als die gesamte Biomasse aller Wälder der Erde. Wird ein Moor entwässert, sind Durchlüftung und Degradierung des Torfkörpers die Folge. Der im Torf gespeicherte Kohlenstoff wird abgebaut und enorme Mengen an Treibhausgasen werden emittiert. Zudem gehen Lebens- und Produktionsräume verloren.

Die nasse Nutzung von Mooren (Paludikultur) bietet hingegen eine standortangepasste, dauerhafte Bewirtschaftungsform mit vielfältigen positiven Wirkungen insbesondere für den Umwelt- und Naturschutz. Die oberirdische Biomasse z.B. von Schilf, Erle oder Torfmoosen kann stofflich oder energetisch verwertet werden.

Greta Gaudig, Jahrgang 1975, studierte in Rostock und Greifswald Biologie. Seit 2004 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Seit 2015 leitet sie das Greifswald Moor Centrum und ist Mitarbeiterin der Michael-Succow-Stiftung. Ihr Arbeitsschwerpunkt: Torfmooskultivierung.

Versuchsflächen zur Torfmooskultivierung. Copyright: Greifswalder Moor Centrum

Versuchsflächen zur Torfmooskultivierung. Copyright: Greifswalder Moor Centrum