Elisabethfeen: Umweltbildung auf dem Tablet

Hier wird Torf auf dem Tablet serviert

Moor- und Fehnmuseum startet mit neuem Projekt in die Saison. Alt die Exponate, nagelneu die Technik: Über einen QR-Code können die Besucher des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn Filmbeiträge abrufen, die auf einem sogenannten Smart-Pad dargestellt werden.

Antje Hoffmann, Leiterin des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn, fährt mit dem Smart-Pad über den QR-Code der Informationstafel. Auf dem Display erscheint ein Filmbeitrag über die abgebildete Maschine. Die sonst starren und komplexen Konstruktionen setzen sich auf dem Bildschirm in Bewegung. „Es ist für das Museum eine richtige Weiterentwicklung“, sagt Antje Hoffmann. Das Smart-Pad sieht aus und funktioniert ähnlich wie ein Tablet-PC.

An diesem Freitag startet das Moor- und Fehnmuseum in die Saison. Dann können die Besucher zum ersten Mal das Freigelände des Museums digital erleben und sich per Smart-Pad auf Entdeckungsreise begeben. Insgesamt drei größere Informationsstationen vermitteln den Gästen auf anschauliche Weise die grundlegenden Arbeitsprozesse des industriellen Torfabbaus.

Möglich gemacht habe die Realisierung des Projektes die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken und das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dankte Antje Hoffmann den anwesenden Vertretern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 34 500 Euro. Die VR-Stiftung beteiligt sich mit 15 000 Euro. „Das ist ein ganz tolles Projekt“, lobte Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, das Engagement des Museumsteams. Neben den Mitgliedern der Stiftung Moor- und Fehnmuseum informierten sich am Donnerstag auch Landrat Hans Eveslage sowie Barßels Bürgermeister Bernd Schulte und Saterlands Verwaltungschef Hubert Frye über das neue Museumsangebot.

Auf dem Freigelände des Museums erlebten die Besuche eine für Nordwestdeutschland einzigartige Sammlung an Torbaggern und Großgeräten, erläuterte Antje Hoffmann. Zum Start der Saison wurden diese Maschinen neu angeordnet. Anhand exemplarischer Großmaschinen tauchen die Besucher in die Vielfalt der Weiß- und Schwarztorfgewinnung ein. 20 Smart-Pads stehen zur Verfügung. Diese könnten die Besucher gegen einen Pfand ausleihen, so Antje Hoffmann. Aber auch mit dem eigenen Smartphone lassen sich die Informationen abrufen. Die Tafeln hat Peter Gössel vom Büro für Gestaltung in Bremen grafisch umgesetzt.

Sie freue sich, die Arbeits- und Produktionsprozesse zeitgemäß und ansprechend präsentieren zu können, sagte Antje Hoffmann. „Das Projekt ist ausbaufähig“, kündigte die Museumsleiterin an. Denkbar sei, künftig auch Tonbeiträge mittels QR-Code abzurufen.

Das Moor- und Fehnmuseum ist ab sofort Dienstag bis Sonntag sowie feiertags jeweils von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Am 16. Mai plant das Team eine große Feier zur Neugestaltung des Museums.

Quelle: NWZ online, 28.3.2014