Bürger gegen Windpark am Vehnemoor

Standort am Naturschutzgebiet wird kritisiert – Briefe aus Husbäke an Minister geschickt

Husbäke. Im Spätherbst 2013 hatte sich bereits die Interessengemeinschaft (IG) zur Rettung des Vehnemoores gegen Pläne gewandt, auf Flächen am Husbäker Hogenset, die direkt ans „Barwische Meer“ des Vehnemoores grenzen, einen Windpark zu errichten. Jetzt melden sich auch Anwohner des Vehnemoores zu Wort, die von Windkraftanlagen an diesem Standort ebenfalls nichts halten. Die Flächen am „Südlichen Küstenkanal“ gelten jedoch nach der Ammerländer Potenzialstudie als besonders geeignet für Windkraftanlagen. (…)

Insbesondere jedoch sei der geplante Windpark eine Gefahr für das etwa 1700 Hektar große Naturschutzgebiet Vehnemoor, das wieder eines der größten zusammenhängende Moorgebiete ganz Deutschlands werden könne. Durch den Windpark direkt neben dem Naturschutzgebiet sei jedoch eine hoffnungsvolle Entwicklung zu einer weiten Moorlandschaft gefährdet. Die inzwischen wiedervernässten Flächen des Moores zeichneten sich bereits durch viele schützenswerte Pflanzen und Tiere aus und hätten sich zu einem Zugvogelrastplatz von internationaler Bedeutung entwickelt. Windkraftanlagen am Hogenset, so notwendig sie im Zuge der Energiewende an anderen, besseren Standorten seien, behinderten den Einflug tausender Zugvögel. Die großflächige Wiederherstellung von Moorgebieten sei zudem sinnlos, wenn 200 Meter neben solchen Gebieten bis zu 200 Meter hohe Windkraftanlagen entstünden, so Elsner. Zusammen mit anderen Anwohnern wandte sich der Husbäker auch an Politiker. In Briefen an Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel, Landwirtschaftsminister Christian Meyer und MdL Sigrid Rakow (Edewecht) wurde die Problematik geschildert und um Unterstützung gebeten.

Über den Windpark am Hogenset will der Bauausschuss des Rates voraussichtlich am 28. April beraten.

Quelle. NWZ online, 7.3.2014