Campemoor: Vorzeitiger Torfabbau genehmigt

Neuenkirchen-Vörden. Mit deutlicher Mehrheit haben die Ratsmitglieder in Neuenkirchen-Vörden den Weg für Veränderungen beim Torfabbau frei gemacht. Somit gilt auch die Zustimmung des Landkreises Vechta als offizieller Genehmigungsbehörde als sicher.

Demnach kann die Firma Erdenwerk Wietinghausen – wie von ihr beantragt – in Campemoor in bestimmten Abschnitten (Gebiete 3 bis 5) zwei Jahre früher als geplant mit dem Abbau beginnen. Zudem gaben die Kommunalpolitiker grünes Licht für den Abtransport des Torfs mit Lkw-Schleppern auf Betonplattenbahnen. Bisher erfolgt dieser mittels Lorenzügen.

Weil sich die Ratsherren bereits des Öfteren (in Ausschusssitzungen und in einer Bürgerversammlung) mit diesem Themenkomplex beschäftigt hatten, kamen in der entscheidenden Sitzung keine neuen Argumente auf den Tisch. Das Votum schließlich fiel deutlich aus: 15:5 Stimmen für eine vorzeitige Abbauerlaubnis, vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Und 18:2 Stimmen für die Lkw-Lösung, von der sich viele Verantwortliche eine geringere Lärmbelastung erwarten.

Allerdings muss die Firma Erdenwerk Wietinghausen hierfür eine Bürgschaft hinterlegen. Und zwar für den Fall, dass im Rahmen des Abtransportes Gemeindestraßen beschädigt werden – und saniert werden müssen.

Unter den Bürgern in Campemoor sind die Veränderungen dagegen umstritten. Viele Anwohner haben seit Langem grundsätzliche Bedenken gegen einen so massiven Torfabbau. So war es auch wenig verwunderlich, dass zu den Gegenstimmen im Rat die von Rainer Duffe (CDU) und Uwe Hensing (IGNV) zählten. Beide Kommunalpolitiker leben in der Ortschaft an der Landesstraße 76.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung online, 19.02.2014