Nordwestradio-Aufzeichung: Agrarwende

Der lange Weg zur Agrarwende! Wie sehr belasten die Reformpläne der Landesregierung die Landwirte in Niedersachsen? – »Nordwestradio unterwegs« am Mittwoch, 5. Februar von 18-19 Uhr im „Grünen Zentrum“ Bremervörde

Die Sendung wird am 5. Februar von 14-15 Uhr aufgezeichnet, Gäste sind willkommen!!

Eine Wende in der Agrarpolitik – das ist das große Vorhaben, mit dem Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/die Grünen) angetreten ist. Ziel der Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik der rot-grünen niedersächsischen Regierung ist unter anderem die Abkehr von der Massentierhaltung und eine stärkere Förderung der bäuerlich geprägten Landwirtschaft. Knapp ein Jahr ist der erste Grüne Landwirtschaftsminister im Agrarland Nummer eins nun im Amt. Doch bedeutend nähergekommen ist Meyer seinem Ziel bislang nicht. Das erklärt der Minister damit, dass die Verteilung der Fördermittel bereits vor seinem Amtsantritt festgelegt gewesen sei.

Aber in diesem Jahr soll es losgehen: Niedersachsen hat bei der nationalen Verteilung von EU-Geldern 1,12 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 herausgeholt – und damit 37 Millionen mehr als in der vorangegangenen Förderperiode. „Jetzt starten wir durch und legen fest, wie die nächsten sieben Jahre gefördert wird“, sagte der Grünen-Politiker auf einer Pressekonferenz in Hannover. Die Fördergelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums seien von entscheidender Bedeutung. „Die EU-Zuschüsse bedeuten rund die Hälfte der Einnahmen von Landwirten“, betonte Meyer. Deshalb seien sie ein maßgeblicher Anreiz zur Agrarwende.

Niedersachsens Landesbauernverband hat große Vorbehalte gegen die Umverteilung. Die Prämien seien bei den Landwirten gut angelegtes Geld gewesen. Die Bauern hätten das Geld aus Brüssel als festen Teil ihres Einkommens gesehen und wieder in der Region investiert, sagte Landvolkpräsident Werner Hilse. Er erwartet, dass zusätzliche Leistungen, die Landwirten abverlangt werden, auch finanziell honoriert würden. Vor allem Jungbauern haben große Existenzängste. Die Zahl der Bauernhöfe nimmt rasant ab. Im Jahr 2000 gab es noch rund 450.000 Höfe in Deutschland. Jetzt sind es weniger als 300.000. In Niedersachsen sind in den vergangenen zehn Jahren rund 30 Prozent der Höfe vom Markt verschwunden.

Wie sehr belastet die Agrarwende die Landwirte tatsächlich? Welche Ziele in Sachen Naturschutz sind schon erreicht? Verlieren die jungen Landwirte das Vertrauen in die Politik? Welche Wahlversprechen der rot-grünen Landesregierung sind noch nicht umgesetzt? Was kann der Landwirtschaftsminister mit den EU-Geldern jetzt vorantreiben? Fragen, auf die wir Antworten suchen, in Nordwestradio Unterwegs am 5. Februar von 18 bis 19 Uhr im „Grünen Zentrum“ in Bremervörde

ACHTUNG: Die Sendung wird am 5. Februar von 14-15 Uhr aufgezeichnet!! Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei

Teilnehmer:

  • Helmut Dammann-Tamke (MdL, CDU, Agrarexperte)
  • Heinz Korte (Vorsitzender Kreislandvolk Bremervörde)
  • Tilman Uhlenhaut (BUND; Landwirtschaftsreferent Niedersachsen)
  • Josef Voss (Bündnis 90/die Grünen, Referent für Umwelt, Landwirtschaft, Verbraucherschutz der Landtagsfraktion)
  • Eike Exner (Junglandwirt, Vorsitzender des Arbeitskreises interessierter Landwirte Bremervörde-Zeven)
  • Moderation: Hans-Heinrich Obuch (Nordwestradio)
  • Redaktion: Hilke Theessen (Nordwestradio)

Nordwestradio. Ein Programm von Radio Bremen und dem NDR. UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz, Satellit Astra 1 E analog ADR Transponder 19 und Astra DVB-S Transponder 93 sowie im Kabel