Bürgerversammlung in Campemoor zum Thema Torfabbu

Neuenkirchen-Vörden. Bevor sich der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderates am Donnerstag, 6. Februar, noch einmal mit möglichen Veränderungen beim örtlichen Torfabbau befasst, sollen bereits am Donnerstag, 30. Januar, die Bürger im Ortsteil Campemoor darüber informiert, aber auch dazu angehört werden. Dabei geht es vor allem um den Transport der Torfsoden unmittelbar nach dem Stechen.

Hintergrund: Das Unternehmen Erdenwerk Wietinghausen will auf „seinen“ Abbauflächen künftig nicht mehr mit Lorenwagen und Gleisschienen arbeiten, sondern mittels Schleppern auf Betonplattenbahnen den Torf zu einer zentralen Lager- und Sammelstelle bringen, um ihn später von dort in einem nächsten Schritt abtransportieren zu lassen. Die Firma hat dazu einen entsprechenden Änderungsantrag bei der Genehmigungsbehörde, dem Landkreis Vechta, gestellt. Details sollen heute von Fachleuten in der Bürgerversammlung ab 19 Uhr im Vereinshaus , am Schützenplatz erläutert werden.

„Wir wollen uns ein Meinungsbild von den Bürgern vor Ort einholen“, sagt der Bauamtsleiter der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden, Jürgen Rolfsen. Auch die Lärmfrage beim Torfabbau wird dann angesprochen werden. Hierzu liegt der Verwaltung inzwischen auch ein Gutachten vor. „Es geht von einer Verbesserung der Lärmsituation für die Bürger aus“, sagt Rolfsen. In einer aktuellen Sitzungsvorlage für die Ratsmitglieder heißt es zudem: „Die Staubemissionen werden sich aufgrund des Sodenstechverfahrens (Stückgut) gering halten.“

Auf die heutige Bürgerversammlung und die Bauausschusssitzung sollen dann Beratungen und Beschlussfassungen im Verwaltungsausschuss (11. Februar) bzw. im Gemeinderat (18. Februar) folgen. Zudem entscheidet der Landkreis Vechta in dieser Sache mit.

Die vom Erdenwerk Wietinghausen unlängst beantragten Änderungen der Torfabbaugenehmigung – vor allem die Änderung des Abfuhrweges – sind genehmigungspflichtig. Den Behörden liegen dazu entsprechende Anträge vor. Die Fristen für den Abbau des Torfes und die spätere Wiederherrichtung der Flächen sind bereits grundlegend in der Baugenehmigung und in der vertraglichen Vereinbarung mit der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden vom 14. Juni 2010 fixiert und geregelt worden.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung online, 30.01.2014