Wiesmoor: „Schluss mit dem industriellen Torfabbau“

Edgar Weiss schließt einen Dialog mit Wiesmoorer Unternehmen aus. Das Mitglied des Arbeitskreises glaubt nicht an eine Einigung mit der Aurich-Wiesmoor-Torfvertriebs GmbH.

Wiesmoor – Für Edgar Weiss (parteilos) ist ein Dialog mit Vertretern der Aurich-Wiesmoor-Torfvertriebs GmbH undenkbar. Damit reagiert der Politiker auf die von dem Unternehmen und der SPD angekündigten Gesprächsbereitschaft.

Weiss, selbst Mitglied im Arbeitskreis Torfabbau, sieht nur eine Lösung: „Mit dem industriellen Abbau muss einfach Schluss sein.“ In seinen Augen nehme der Betrieb die Ängste der Anwohner, vor allem in Marcardsmoor, nicht ernst. Die Bewohner dort fürchten um ihre Häuser. Diese stehen auf Holzpfählen und drohen zu rotten, wenn ihnen das Grundwasser entzogen wird. Im Gespräch mit der OZ äußert Weiss aber noch weitere Bedenken: So hätten die aktiven und beantragten Flächen für den industriellen Torfabbau in Wiesmoor und der unmittelbaren Umgebung eine Größe von rund 1000 Hektar erreicht. „Was dort entsteht, sind schwarze Wüsten, die Wiesmoor als Blütenstadt und Tourismusstandort vernichten.“

Der Torfabbau-Gegner hofft auf die Pläne der rot-grünen Landesregierung, die Vorranggebiete zu streichen. In dem Änderungspapier dazu werden unter anderem die Träger der Regionalplanung, die Gemeinden und die kommunalen Spitzenverbände aufgefordert, Anregungen für ein geändertes Landesraumordnungsprogramm spätestens bis Freitag, 20. September, an das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hannover zu richten.

Quelle: Ostfriesen Zeitung, 18.09.2013