Wesermarsch: Bürgerinitiative gegen Torfabbau gegründet

Sicherung der rund 500 Häuser hat oberste Priorität

Bürgerinitiative gegen Torfabbau in Großenmeer gegründet – Arbeitsgruppen

Die Bürgerinitiative gegen Torfabbau hat sich gegründet. Als vorläufige Sprecher wurden Edith Schiller und Carsten Meiners von den 50 Anwesenden in Scheeljes Gasthof in Großenmeer bestätigt. Ferner wurden vier Arbeitsgruppen gegründet, denen sich durchschnittlich fünf bis sieben Interessierte zuordneten.

Als Arbeitsgruppen wurden definiert: 1. Vorranggebiete Torfabbau abschaffen; 2. Konkrete Auswirkungen, Betroffenheit feststellen; 3. Abbauverträge und Aufsichtspflicht des Landkreises feststellen; 4. Vernässung, Entwässerung erfragen. Ovelgönnes Bürgermeister Thomas Brückmann wies darauf hin, dass es sehr wichtig sei, Wasser am Grundstück zu halten, damit die Rammköpfe unter den Häusern nicht freigelegt werden und dadurch verrotten. Daher habe die Gemeinde mit einem Zimmermann eine Bestandsermittlung der Häuser, vorrangig in Mentzhausen und Rüdershausen initiiert, um zu ermitteln, welches Wohnhaus wie gegründet und gefährdet ist.

„Vorranggebiete müssen gestrichen werden, wir müssen die Flächen aus den Klauen der Torfabbauer herausziehen“, forderte Hans-Otto Meyer-Ott von den Grünen. In der Arbeitsgruppe 3 gehe es darum, beim Landkreis Wesermarsch die Unterlagen einzusehen, die als Grundlage für die Verträge der Grundstückseigentümer mit den Torfabbauern dienen. Darin sollten auch die Höhe des Torfabbaus und die Wiederherstellung der bearbeiteten Fläche geregelt sein.

Ein Torfabbauer betonte, dass die Torfabbauer bestrebt seien, Grundstücke zu kaufen oder zumindest gegen andere zu tauschen. Aus dem Saal wurde festgestellt, dass es gefährlich sei, die Entwässerung in einer ganzen Region zu genehmigen, in der rund 500 Häuser durch den Torfabbau bedroht seien. „Es wurde betont, dass die Sicherung der Häuser im Moor oberste Priorität haben müsse.“

Quelle: Nordwestzeitung online, 2.5.2013