Wesermarsch: Ovelgönne fordert Einschränkung des Torfabbaus

Gemeinderat richtet Resolution an Landesregierung

Ovelgönne Die Gemeinde Ovelgönne hat sich bei der Aufstellung des Landesraumordnungsprogramms und des aktuellen Regionalen Raumordnungsprogramms gegen die Festsetzung von Torfabbauflächen ausgesprochen – die NWZ  berichtete.

Trotz aller Bemühungen ist es der Gemeinde aber nicht gelungen, diese Festsetzung zu verhindern. Lediglich die Flächengröße konnte maßgeblich reduziert werden. In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Gemeinde Ovelgönne in einer Resolution die Landesregierung aufgefordert, unverzüglich durch geeignete rechtliche Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, den Vorrang Torfabbau und den damit verbundenen Rechtsanspruch auf entsprechende Abbaugenehmigungen aus dem Landesraumordnungsprogramm zu streichen.

Zugleich fordert der Rat der Gemeinde Ovelgönne den Landkreis Wesermarsch auf, bei bereits erteilten Genehmigungen unverzüglich zu prüfen, ob die Genehmigungsauflagen eingehalten werden.

Eine weiterführende Resolution, die die Gemeindeverwaltung vorgelegt hatte, fand in der Ratssitzung keine Mehrheit. Darin war das Land Niedersachsen aufgefordert worden, einen Beihilfefond für Vorsorge- und Entschädigungsleistungen für die Eigentümer von Gebäuden in Moorgebieten einzurichten und dafür zu sorgen, dass KfW-Darlehen zur Verfügung bereitgestellt werden.

Zur Erinnerung: Im Herbst des vergangenen Jahres war das Haus der Familie Meischen in Rüdershausen plötzlich abgesackt. Die Ursachen für die Hausabsackung im Moor werden weiter geprüft.

Quelle: NWZ online, 25.04.2013