Tag des Wassers: Zusammen für den Schutz der Moore

Gemeinsame Pressemitteilung der Aktion Moorschutz, 21.03.2013:

Weltwassertag: ‚Zusammen’ für den Schutz der Moore

Zum Weltwassertag der UNESCO (22. März) erinnert die Aktion Moorschutz an die hohe
Dringlichkeit des Moorschutzes in Niedersachsen und fordert eine zügige Umsetzung zusammen
mit allen Beteiligten aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Flächennutzern der im
Regierungsprogramm verankerten Ziele zum Moorschutz. Der Weltwassertag steht unter dem
Motto ‚Wasser und Zusammenarbeit’.

Dieses wiedervernässte Moor in der Teufelsmoor-Region leistet bereits einen wichtigen Beitrag zu Wasser-, Klima- und Biodiversitätsschutz. (Foto: Lilje)

Dieses wiedervernässte Moor in der Teufelsmoor-Region leistet bereits einen wichtigen Beitrag zu Wasser-, Klima- und Biodiversitätsschutz. (Foto: Lilje)

Zentrale Handlungsfelder sind nach Auffassung des Aktionsbündnisses ein neues Moorschutzprogramm, der Ausstieg aus dem Torfabbau sowie langfristig angelegte Wiedervernässungsmaßnahmen. Intakte, nasse Moore erfüllen wichtige Funktionen im
Wasserhaushalt: Vergleichbar mit gigantischen Schwämmen speichern sie große Mengen Wasser. Dadurch können sie Hochwasserschäden verhindern und gleichzeitig filtern Moorpflanzen Schadstoffe aus dem Wasser, ein wichtiger Prozess bei der Grundwasserneubildung. Auch aus Sicht des Klimaschutzes und der Biologischen Vielfalt hat Niedersachsen eine herausragende Verantwortung für den Moorschutz.

Christoph Zöckler von der Manfred-Hermsen-Stiftung: „Über 95 Prozent der niedersächsischen
Moore sind durch intensive Nutzung stark beschädigt. Entwässerungssysteme entziehen den
Feuchtlebensräumen ihr Lebenselixier, das Wasser.“ Aus den trocken gelegten Nieder- und
Hochmooren stammen rund 13 Prozent der niedersächsischen Treibhausgasemissionen. „Ein
Prozess, der durch gezielte Wiedervernässungsmaßnahmen gestoppt werden muss“, so Zöckler.

Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen, erklärte: „Die rot-grüne
Landesregierung hat wichtige Moorschutzziele in ihrem Regierungsprogramm verankert. Nun ist eine
zügige Umsetzung wichtig, denn aus jedem Hektar entwässertem Moor entweichen pro Jahr bis zu
35 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Gleichzeitig schwinden unsere Moorböden. Die Wiederherstellung des
Feuchtlebensraumes Moor ist durch umlenkende politische Maßnahmen möglich.“

Anette Lilje von der Aktion Moorschutz: „Der Weltwassertag steht in diesem Jahr unter dem Motto
,Wasser und Zusammenarbeit‘. Intensive Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Politik, Verwaltung
und Flächennutzern ist nötig, um die aktuellen Herausforderungen für den Schutz der
niedersächsischen Moorböden zu bewältigen. Die Politik muss Anreize schaffen, Moorböden
wiederzuvernässen und dafür auch Mittel bereitstellen. Fördermöglichkeiten für eine moor- und
klimaschonende Nutzung mit hohen Grundwasserständen sind unverzichtbar für Wasser- und
Klimaschutz.“