„Grundsätzlich auf Torfabbau verzichten“

Grüne fordern umfassenden Moorschutz in Jade und Ovelgönne

Die Ortsverbände Wesermarsch-Mitte und Stadland-Jade setzten auf die Umsetzung der Koalitionsvereinbarungen. Die Gemeinderäte sollten sich umgehend mit dem Thema beschäftigen.

Jade/Ovelgönne/Elsfleth. Der Regierungswechsel in Hannover wird auch in der Wesermarsch konkrete Auswirkungen haben. Darauf setzen zumindest die Grünen-Ortsverbände Wesermarsch- Mitte und Stadland-Jade. Sie fordern „aus Gründen des Klima- und Naturschutzes“, dass gänzlich auf Vorranggebiete für den Torfabbau zu verzichtet wird.

Alle bisherigen Vorranggebiete ohne Abbauverträge mit der Torfindustrie seien zu streichen; in der mittleren Wesermarsch gelte dies für die Abschnitte Moorseite bis Salzendeich, Moorriem bis Loyermoor, Jade, Rüdershausen/Mentzhausen, fordert Hans-Otto Meyer Ott vom Ortsverband der Grünen Wesernmarsch-Mitte.

Meyer-Ott drückt aufs Tempo: „Die Stadt- und Gemeinderäte in Elsfleth, Jade und Ovelgönne sowie der Kreistag sollten sich umgehend mit dem Thema beschäftigen. Über den in den Koalitionsvereinbarungen der neuen Landesregierung beschriebenen Moorschutz solle ein „Moorschutzkonzept Niedersachsen“ und ein Moorschutzgebietssystem „Norddeutsche Moorlandschaft“ entstehen.

Unterdessen haben sich nach der Großenmeerer Informationsveranstaltung zum Thema „Torfabbau“ – die NWZ berichtete – 35 der rund 200 teilnehmenden Personen in eine Liste eingetragen, um in den Arbeitsgruppen der neu zu gründenden Bürgerinitiative mitzuarbeiten. Die Initiative wird sich mit diversen Problemen – unter anderem auch mit den Hausabsackungen – im jetzigen Torfabbaugebiet Mentzhausen/Rüdershausen beschäftigen.

Quelle: NWZ online, 6.3.2013, von Hans-Carl Bokelmann