Blick ins Erzgebirge: Grenzüberschreitender Moorschutz

Grenzüberschreitender Moorschutz im Erzgebirge

Um Hochmoore im Erzgebirge vor dem Austrocknen zu schützen, fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein grenzübergreifendes Projekt des Zweckverbands Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“ in Deutschland und Tschechien. Mit Maßnahmen und Untersuchungen soll das Moor- und Torfwachstum in dem Gebiet gestärkt und der Erfahrungsaustausch verstärkt werden. Die DBU unterstützt das Projekt mit rund 113.000 EUR.

In den Mooren der Region Marienberg sind in der Vergangenheit Gräben angelegt worden, um u.a. Torf zu gewinnen. Mit dem Projekt soll jetzt vor allem der Wasserhaushalt der Moore durch den Bau von Dämmen wiederhergestellt werden, um so das Torfwachstum zu unterstützen. Zur Erfolgskontrolle sind regelmäßige Messungen des Wasserstandes vorgesehen.

Der gemeinnützige Verein Ametyst aus Plzeň wird die tschechischen Moore in Nordböhmen auf ihren Zustand, ihre Vegetation, ihre Tierwelt und ihre Hydrologie hin untersuchen und daraus ein Maßnahme-Konzept zu ihrer Wiederbelebung ableiten.

Mit Führungen durch die Moorlandschaften werden Besucher über den Stand der Arbeiten informiert. Nach Abschluss des Projekts ist eine zweisprachige Konferenz über „grenzüberschreitenden Moorschutz“ angedacht.

(Quelle: Pressemitteilung DBU/ Erschienen auf forstpraxis.de am 16.2.2013)