Moorschutz als Wahlkampfthema in Niedersachsen

Parteien in Niedersachsen befürworten mehr Moorschutz

Die Aktion Moorschutz hat die Parteien CDU, SPD, Die GRÜNEN, Die LINKE, FDP sowie die Piratenpartei befragt, wie sie den Moorschutz in Niedersachsen voranbringen wollen. Das Aktionsbündnis rückt die Klimarelevanz intakter Moore in den Vordergrund und fordert politische Entscheidungen, um die intensive landwirtschaftliche Nutzung von Moorböden sowie den Torfabbau zu reduzieren. Landesweit beteiligten sich auch BUND und NABU-Gruppen an der Aktion und befragten die Landtagskandidaten ihrer Wahlkreise.

Auf den ersten Blick befürworten die befragten Parteien eine nachhaltige Nutzung der Moore. Zwischen den Zeilen der Antwortschreiben liest sich, wie tiefgehend sich die politischen Vertreter tatsächlich mit der Moorschutz-Thematik auseinandergesetzt haben und diese bereits in Wahl- oder Regierungsprogrammen verankert haben. Hier ist aufmerksames Lesen gefragt, um leere Allgemeinplätze und konstruktive Vorschläge zu differenzieren.

Das Kooperationsbündnis fordert ein neues niedersächsisches Moorschutzprogramm für Hoch- und Niedermoore. Dr. Hans-Gerhard Kulp, Biologische Station Osterholz, erklärt: „Mit dem Schutz und der Wiedervernässung unserer Moorböden können wir auf effiziente Art unsere Treibhausgasemissionen reduzieren.“ Aktuell werden die meisten Moorflächen in Niedersachsen für intensive Landwirtschaft oder für Torfabbau genutzt. Hier müsse dringend ein Umdenken stattfinden.
Anette Lilje von der Aktion Moorschutz ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Landesweit haben alle von uns angeschriebenen politischen Vertreter die Fragen beantwortet. Das spiegelt die Relevanz des Themas in der aktuellen öffentlichen und politischen Debatte wider.“

Die kompletten Antworten können hier nachgelesen werden.