„Torfabbau ist ein Unding“

Quelle: „Die Harke“ Tageszeitung, 5.11.2012

Lichtenhorst (DH). Auf Einladung der Kreisgruppe Nienburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) trafen sich 20 Interessierte, um auf einem Spaziergang durch das südliche Lichtenmoor mehr über den Lebensraum Moor und dessen Bedeutung für den Menschen zu erfahren.

BUND-Vorstandsmitglied Lothar Gerner betonte eingangs: „Intakte Moore sind einzigartige Lebensräume, die nicht nur für den Erhalt der biologischen Vielfalt wichtig sind. Wenn Moore nass oder wiedervernässt sind, speichern sie große Mengen Kohlenstoff, der in Form vom klimaschädlichen Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird, sobald die Moore entwässert werden.“

Das Ziel Lichtenmoor wurde gewählt, weil hier ein neuer Torfabbau beantragt wurde. „Dadurch sollen zusätzlich über 100 000 Tonnen CO2 freigesetzt werden, ein Unding in heutiger Zeit,“ betont Friederike Vornkahl vom BUND.

Die niedersachsenweite „Aktion Moorschutz“ der großen Naturschutzverbände BUND und NABU will auf die besondere Verantwortung Niedersachsens für den Moorschutz hinweisen. Schließlich ist Niedersachsen das moorreichste Bundesland; andererseits stammen rund 13 Prozent der Treibhausgasemissionen Niedersachsens aus den entwässerten und landwirtschaftlich genutzten Moorböden, so die Organisatoren.