Streifzug durchs wilde Vehnemoor

Die heutige Auftaktveranstaltung wurde vom BUND Ammerland im Vehnemoor organisiert. Ein toller Nachmittag mit rund 70 interessierten BesucherInnen sowie VertreterInnen aus Politik und Presse! Wir sind begeistert: Hergen Erhardt hat eine spannende Exkursion gestaltet, begleitet von Susanne Grube, Anette Lilje und Mathias Wolterink.

Das wechselhafte Wetter passt gut zu dieser widersprüchlichen Moorlandschaft. Der Blick in die Abtorfungsflächen ist trist: Leblose, planierte Weite. An tiefen Gräben und hohen Torfaufschüttungen werden die Dimensionen des Bodenabbaus bewusst. »Die reinste Mondlandschaft. Da wächst nichts mehr«, bemerkt eine Besucherin.

Nur einen Kilometer weiter dann das erfreuliche Gegenteil: Wiedervernässungsflächen schillern im Nachmittagslicht, ein Gänsetrupp im Flachwasser lässt sich nicht von uns stören, Pfeifengras wiegt sich schimmernd im Wind, ein Brachvogel pfeift melancholisch. Mit einem intakten Moor hat zwar auch das noch nicht allzu viel zu tun. So eine Entwicklung braucht viel Zeit. Aber an einigen Stellen wachsen bereits Torfmoose sowie Sonnentau, dessen kleine Blüten und Samen bestaunt werden.

Am Ende des Nachmittags sind sich alle einig: Moore sind faszinierende, einzigartige Lebensräume. Es muss mehr getan werden für den Erhalt unserer Moore.